Rissverpressung

Bei einem Riss in der Wand, durch Bergschäden, bzw. Gebäudesenkungen oder ähnlichem muss zuerst entschieden werden, ob eine gewöhnliche Verpressung dem Schaden genüge tut oder zusätzliche Maueranker gesetzt werden sollten, um das erneute Reißen des Mauerwerks zu verhindern. Dies wird anhand der Rissart, Rissbreite und der Art des Mauergesteins entschieden.

Rissklassifizierung

Zu unterscheiden sind Risse, die konstruktionsbedingt, vom verputzten Bauteil ausgehend, entstehen und putzbedingte Risse, die ausschließlich in der Putzschale auftreten. Hier kann vom Rissbild anhand des Umfangs, der Form und der Beschaffenheit auf die möglichen Ursachen geschlossen werden. Die Beurteilung, wie ein Riss zu bearbeiten ist, durch Schließen, Abdichten oder dehnfähiges Verbinden trockener, feuchter und wasserführender Risse, ist die Voraussetzung für den Erfolg der abschließenden Sanierung. Hierzu sind Erfahrung und fundierte Kenntnisse der verschiedenen Rissarten und Definitionen notwendig. Denn eine erfolgreiche Risssanierung erfordert eine vorhergehende fachliche und technische Rissanalyse.

Putz- oder ausführungsbedingte Risse: z.B. Schwindriss, Schrumpfriss, Sackriss, Fettriss

Die Ursachen hierbei liegen in den Verarbeitungsbedingungen und der Zusammensetzung des Putzes.

Putzgrundbedingte Risse: z.B. Deckenschubriss, Fugenriss, Haarriss, Kerbriss

Veränderungen des Putzgrundes durch Form- und Volumenveränderungen wie Schwinden, Quellen, Verwendung unterschiedlicher Baustoffe und hygrisch sowie thermisch bedingte Volumenänderungen des Putzgrundes sind hier die Ursache.

Konstruktionsbedingte Risse:

Volumen-, Lage-, und Formveränderungen der Tragkonstruktion oder des Bauteils führen zu Setzungen, Biegungen oder Schwinden. Hierbei spielt ebenso die Feuchte- und unterschiedliche Temperaturbelastung des Bauwerks eine ausschlaggebende Rolle.

Bauwerksbedingte Risse: z. B. Scherriss, Biegeriss, Sammelriss, Trennriss

Ursachen für bauwerksbedingte Risse, welche das ganze Bauteil durchziehen können, sind unter anderem Erschütterungen, Verformungen des Bauteils und Baugrundbewegungen.

Rissinstandsetzung:

Nach erfolgreicher Ursachenfindung erfolgt die Risssanierung entsprechend. Ist die Rissursache beispielsweise in der Konstruktion begründet, erfolgt die Herstellung des Kraftschlusses durch Verpressung. In der Regel werden am Riss in einer Art Reißverschlussverfahren die Bohrlöcher gesetzt und ein Epoxidharz eingepresst. So kann ein kraftschlüssiger Verschluss des Risses garantiert werden. Sollte es sich jedoch um einen wasserführenden Riss handeln, muss mit einem speziellen Material verpresst werden, welches bei Wasserkontakt aufquillt. Der Wassereinbruch wird somit gestoppt; das Material härtet anschließend aus und verschliesst den Riss. Die Planung und Durchführung dieser Maßnahmen sollte stets von Fachpersonal durchgeführt werden.

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